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Doppelhärtung .

Eine Behandlung, bei der ein Teil zwei vollständigen Härtungsvorgängen unterzogen wird, oder ein erster Glühschritt gefolgt von einem Härtungsschritt. Wird im Allgemeinen bei der gleichen Temperatur durchgeführt, aber nicht immer, um die Korngröße des Stahls nach einer ersten langen Austenitisierungsbehandlung oder nach einer langen Aufkohlungsstufe für eine hohe Einsatztiefe zu verfeinern.

Dient zur Verfeinerung der Korngröße und des Gefüges des Kerns eines Bauteils.

Vermeidet Restaustenit in der Einsatztiefe und begrenzt den Verzug von Teilen mit komplexen Formen.

Bietet die Möglichkeit, die Härte des Kerns und die Einsatztiefe für kritische Komponenten genau zu steuern.

Was wir tun

Doppelte Härtung

Manchmal bedeutet Doppelhärtung aufgrund eines falschen Sprachgebrauchs eine lange Dauer der Austenitisierung oder eine lange Aufkohlungszeit, gefolgt von einer weichen Härtung oder einer langsamen Abkühlung außerhalb der Wärmekammer (wie ein Glühschritt) und einer erneuten Austenitisierung, gefolgt von einem Härtungsschritt (Abschrecken).

Beim Doppelhärten wird ein aufgekohltes Teil ebenfalls zweimal gehärtet, wobei die erste Härtung von der Härtetemperatur des Kernteils und die zweite von der Härtetemperatur des Einsatzes erfolgt (siehe DIN 17014).

Vorteile der Doppelhärtung

  • Verfeinerte Korngröße und Mikrostruktur des Kerns des Teils, das während langer Zeit bei hoher Temperatur gewachsen ist
  • Vermeidung von Überschuss-/Restaustenitgehalt in der Gehäusetiefe
  • Reduziert oder begrenzt den Verzugsgrad von Teilen mit komplexen Formen
  • Stellt die Härte des Kerns und des Gehäuses genauer ein

Anwendungen & Materialien

Das Doppelhärten wird in der Regel bei lang andauernder Aufkohlung zur Erzielung einer hohen Einsatztiefe oder nach einem lang andauernden Austenitisierungsschritt eingesetzt. Typische Anwendungen sind kritische Zahnräder in der Luft- und Raumfahrtindustrie, große Zahnräder in Windkraftanlagen oder Baufahrzeugen oder andere große Schmiedeteile.

Details zum Doppelhärteverfahren

Sowohl bei der Einfach- als auch bei der Doppelhärtung kann vor der Endhärtung ein Zwischenglühen der aufgekohlten Teile durchgeführt werden. Diese Wärmebehandlung besteht aus einem Glühen bei knapp unter Ac1, d.h. bei etwa 600-650°C mit längerer Haltezeit und anschließender langsamer Abkühlung.

Durch dieses Zwischenglühen ist es möglich, den als Überschuss im Austenitkohlenstoff freigesetzten Kohlenstoff als Zementit auszuschneiden und die Gefahr der Bildung von Restaustenit beim anschließenden Einsatzglühen zu vermeiden. Dies kann auch zu einer Verringerung des Verzugs führen.

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